Jemand fragt, ob Du ihn kennst!

In letzter Zeit wird in der Bloggosphäre immer öfter gerne das Thema Social Networks aufgenommen. So konnte ich mich über den Beitrag Stephans zu den Besucherzahlen einiger Netzwerke erfeuen, Mr. Basics Pholosophie über die Substanz der Netzwerke lesen sowie Marcel Weiss‘ und Uwe Rammingers Infos zu Wkw im Speziellen und Socal Networks im Allgemeinen begutachten.
Doch wie sieht es eigentlich außerhalb der Welt der Zahlen aus? Wieso gehe ich persönlich auf eine spezielle Homepage, vernetze mich mit meinen Kontakten auf dieser und nicht jener Seite?
Einen Großteil des Erfolgs, wenn nicht den Erfolg ziehen und zogen die Social Networks aus Mundpropaganda. So finden neue Mitglieder sich zwar augenscheinlich über Einladungen zu Wkw, StudiVZ und Co (was ja bereits in die richtige Richtung geht), tatsächlich aber gerade aufgrund der Mundpropaganda. Sei es die Freundin, die vor den Augen ihrer anderen Freunde sich in der Schule bei SchuelerVZ.de einloggt oder ein Lehrer, der die Bilder einer Kursfahrt in einer Gruppe bei Wkw einstellt. Die Vernetzung innerhalb der Social Networks nimmt durch die hauptsächlich mündliche Mundpropaganda der Menschen zu.
Und wieso geht man nun zu diesem Netzwerk und nicht dem anderen? Nun, weil die meisten Freunde und Bekannten nunmal in dem einen (im Raum Rheinland-Pfalz beispielsweise Wkw) zu finden sind. Sicherlich könnte man an dieser Stelle noch weiter ausholen und die verschiedenen Zielgruppen differenzieren (so sind auch im Bereich RLP viele Studierende bei StudiVZ.de angemeldet, gerade aufgrund der Studenten unereinander).
Nun stellte sich einigen anderen Bloggern und auch mir die Frage, wie die Leute „bei der Stange zu halten“ sind, sprich bei dem einen speziellen Netzwerk dann bleiben. Irgendwann hat man nunmal alle Bekannten und Freunde aus dem Umkreis hinzugefügt (bzw. sind diese angemeldet) und die Zahl der neuen Freunde, die man hinzufügt, sinkt stetig ab. Irgendwann hat man das eigene Profil ausreichend mit Informationen geschmückt, ist genug (teils überflüssigen) Gruppen beigetreten, die nun im Profil zu finden sind. Tatsächliche Interaktion zwischen den Menschen sowie innerhalb der Gruppen findet (meiner Erfahrung nach) nicht wirklich statt. Gruppen dienen nur der Ausschmückung des Profils, ebenso die gesammelten Freunde.
Nun ist mir auch das Phänomen bekannt (und die meisten in einem Netzwerk Angemeldeten dürften es kennen), dass man von „wildfremden“ Leuten hinzugefügt wird bzw. eine Anfrage bekommt. Dies können zum einen Freundesfreunde sein, die lediglich Beschäftigung sowie neue Freunde suchen, mit dem sie ihr Profil schmücken können. Zum anderen aber auch tatsächlich Menschen, die wildfremde Menschen hinzufügen. Warum? Nun, vermutlich schlägt das etwas in die Kerbe des Belohnungsprinzips. So sieht es in den Augen dieser Menschen anscheinend besser/interessanter aus, wenn sie in ihrem Profil stehen haben, dass sie >1000 Menschen „kennen“.
Für mich persönlich ist dies nicht wirklich nachzuvollziehen. Wkw wie auch andere Social Networks wurden für mich nach den ersten Phasen des Ansehens, Freunde- und Gruppenzusammensuchens schnell langweilig. Mit Ausnahme von Wkw habe ich mich auch bei allen Netzwerken, bei denen ich früher angemeldet war, abgemeldet. Wkw besitzt den einzigen kleinen Vorteil, dass es nach wie vor (noch etwas, ich möchte nicht auf die Zahlen eingehen) wächst und ich hier nach wie vor hin und wieder neue Bekanntschaften „wiederfinde“. Auch ist es das einzig aktive Netzwerk in meiner Region, sodass ich hier Bilder von Veranstaltungen sowie dementsprechende Gruppen wiederfinden kann.
Im Endeffekt ist Wkw also nicht unbedingt besser als andere Netzwerke, hat jedoch den Vorteil, in meiner Region verbreitet zu sein sowie sich in Gesamtdeutschland, wenn man den Zahlen Glauben schenken mag, weiterzuverbreiten.

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