Der Blick durch das Fenster

Ich befinde mich, zusammen mit Anna* (Name geändert) auf dem Dachboden eines Hauses. Es ist ein sehr heller Raum mit großen Dachfenstern in alle Richtungen, der Raum selbst ist mit Holzboden ausgelegt, die Dachinnenseite ist ebenfalls mit Holz verkleidet. Anna und ich blicken durch das Fenster, zusammen in die Welt, in eine wunderschöne idyllische Ortschaft. Wir reden über Schule, Freunde, das Leben, philosphieren ein wenig und liefern uns ein paar kleinere Wortgefechte, wer denn nun besser Kopfrechnen könne. Ich gewinne das eine Mal, sie das andere Mal und so sind neben normalen Worten immer mal wieder Zahlen eingeworfen, wenn das Gespräch es erlaubt.
Beim Blick aus dem Fenster entdecke ich irgendwann ein junges Mädchen. Es als typisches Bauernmädel zu beschreiben, ist vielleicht etwas fies, doch trotzdem lasse ich einen diesbezüglichen Kommentar von meinen Lippen. Das Mädchen blickt hoch und erblickt Anna und mich. Anna verkriecht sich augenblicklich in einer vom Fenster nicht einzusehenden Ecke mit dem Kommentar, sie müsse das Mädchen noch aushalten. Anna gibt ihr wohl Nachhilfe. Ich gucke also weiter zum Mädchen herab und kann nicht verstehen, was an ihr so schlimm ist, dass Anna so schnell reagierte. Sie trägt ein ca. knielanges helles Kleid mit Punkten darauf. Vorne auf dem Kleid befindet sich eine Tasche. Das Mädchen trägt nichts bei sich und ist mit Ausnahme ihrer hellbraunen Zöpfe auch recht unscheinbar. Mit großen Augen und festem Blick, ganz so, als ob sie meinen Kommentar über sie gehört hätte, blickt sie weiter herauf.

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