Das Rollenspielhaus mit der Magie

Ich befand mich in einem großen, mehrstöckigen ehemaligen Bauernhaus. Alles war im Stile mittelalterlich und rollenspielerisch gestaltet, ausdekoriert und so war niergendwo soetwas wie elektrisches Licht, neumodische Apparaturen oder auch nur der Hauch des 21. Jahrhunderts zu sehen. Vor dem Haus befand sich ein großer sandiger Hof. Um auf das Grundstück zu gelangen, durchschritt man einen backsteineren Torbogen mit schönen Mustern. Zuerst bekam ich ein besonderes Zimmer im Dachboden gezeigt. Es war recht klein und dunkel und nur ein paar einsame Kerzen auf einem hölzernen Schreibtisch erhellten den Raum. Neben dem Schreibtisch befand sich nicht viel in diesem Zimmer, außer einem kleinen Schrank mit Büchern und einem alten Teppich auf dem Boden. Nachdem ich dieses Zimmer gezeigt bekommen hatte, wurde ich hinab in den Raum im Erdgeschoß geführt, der sich über die ganze Breite des Hauses zog und damit groß genug war für mehrere Tische, aneinandergereiht mit Bänken zum hinsetzen. An einem Ende des Raumes befand sich so eine Art Verkaufsstand. Auf ein paar kleinen Tischen waren, eng nebeneinander gelegt, viele schmiedeeiserne, hölzerne und töpferische Waren zu finden, so unter anderem kleine Anhänger, Amulette, Krüge bis hin zu hölzernem Besteck. Ich interessierte mich besonderes für magische Amulette, getraute mich aber nicht, direkt nach solchen zu fragen, da im Raume anscheinend alle mittelalterlich gekleidet waren und ich so, in meiner Liverollenspiel-Verkleidung Angst hatte, deplaziert zu wirken und so mit der Magie vielleicht etwas anzusprechen, was unter den Leuten verboten oder geächtet war. So guckte ich also alleine die aufgereihten Amulette durch und versuchte durch anfassen ein magisches zu finden. Die Verkäuferin der Waren, ähnlich einer Dienstmagdt gekleidet, befand sich einige Meter rechts von mir und war in einem Gespräch verwickelt, sodass ich bei meiner Sondierung der Amulette wenigstens nicht gestört wurde.
Im mittleren und meinem Standort gegenüberliegenden Bereich des Raumes wurde währenddessen ausgiebig getanzt, gelacht und gesungen. Met und Bier wurde in Tonkrügen becherweise getrunken und zu leiser Hintergrundmusik einer Fidel und einer Flöte wippten die Menschen im Takt mit oder drehten sich zu zweit und dritt an freien Stellen im Kreis.

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