Das steinerne Haus der Musik

Ich befinde mich in einem älteren Haus. Vermutlich ist es so eine Art Wachturm einer Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert. Obwohl ich mich im Haus befinde, ist es kalt und zugig, die Fenster sind auch nicht verglast, sondern nur mit Gitterstäben versehen. Zur einen Seite geht es hier, ein großer Eingang weist ins Helle, zur anderen Seite ins Haus hinein führt ein Gang in einen recht dunkeln Raum, in dem es so eine Art See gibt, allerdings nur von der Länge und Breite von knapp drei Metern. Geht man weiter durch den Raum, kommt man durch eine schmale Tür wieder nach draußen, in Richtung eines Internatgebäudes.
In diesem Raum treffe ich zum ersten Mal ein junges Mädchen. Es sieht vollkommen normal aus, hat ein schönes Gesicht und braune Haare, doch erzählt sie mir, wie sie von den anderen Mädchen ihrer Klasse ausgeschlossen wird. Sie klagt mir ihr Leid, während ich sie zu beruhigen versuche. Dann kommt eine ihrer Klassenkameradinnen herein. Sie guckt herablassend auf das Mädchen und fängt dann an, mich zu mustern. Kühl erwiedere ich ihren Blick, was die dann auch zum Verlassen des Raumes veranlasst.
Mich von dem kleinen Mädchen verabschiedend gehe ich in Richtung des größeren Ausganges. Rechterhand befindet sich ein hölzerner Treppenaufgang, von oben dröhnt Musik. Auf dem Teppenaufgang sehe ich meine Freundin Anna*, die meint, sie würde noch eine Weile bleiben, weshalb ich mich noch etwas gedulden müsse. Ich verbringe also noch etwas Zeit mit dem Mädchen, das solche Probleme mit ihren Klassenkameradinnen hatte, dabei angelehnt an die steinerne Wand, den Blick nach draußen gerichtet. Während wir so reden, können wir noch leise die Musik von oben hören.

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2 Antworten to “Das steinerne Haus der Musik”

  1. Paramantus Says:

    Kleines Mädchen in einem großen zugigen Haus… Der Stoff aus dem Horrorfilme gemacht werden. Was hast du denn empfunden bei diesem Traum? Das ist eine Frage, der du vlt. generell nachgehen solltest in deinem Traumtagebuch…

  2. tanine Says:

    So banal es klingen mag, doch erinnere ich mich häufig an besondere Gedanken oder Gefühle nicht. Wenn etwas eine dunklere Atmosphäre schuf, so versuche ich dies in den Niederschriften durchklingen zu lassen. Konkrete Gefühle jedoch kann ich seltenst wirklich noch nachvollziehen.
    Zumal, das musst du bedenken, es auch immer die Frage beinhaltet, wieviel ich von mir persönlich wirklich veröffentlichen möchte.

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