Review zum Projekt Hannes

Hannes kam, sah, erlebte und reiste wieder ab. Genauer gesagt ging es für Hannes heute morgen in seinem Reisegefährt zur Post und von dieser aus dann zu Obi nach Österreich, der sich bereits richtig freut. Nun aber folgend ein wenig genauer zu Hannes‘ Erlebnissen bei mir und mit mir (er kam mit seinen Hufen dann doch nicht so gut klar mit meiner Tastatur, daher tippe ich dies nun für ihn).
Wie bereits schon erwähnt, ging es für Hannes am Freitag nach Gerolstein. Während der Autofahrt durfte er vorne am Amaturenbrett sitzen und bei waghalsigen 180°-Kurven die wunderschöne Aussicht der bergigen und waldigen Landschaft der Eifel genießen. Nach einer kurzen Rast in Gerolstein ging es dann mit der Bahn weiter nach Köln (wer es nicht weiß, Gerolstein ist der südlichste Anfahrpunkt des Verkehrsverbund Rhein-Sieg [Vrs] und damit kommt man von Gerolstein nach Köln mit knapp zehn Euro weitaus günstiger an als mit der Deutschen Bahn). Das Schaf genoß die Fahrt und nutzte sie zum Schlafen, da ihm die vielen uniformierten Wehrpflichtigen um uns herum dann doch irgendwie nicht geheuer waren. Angekommen, ging es dann jedoch direkt weiter, nämlich zum Kampfsport-Training. Im Anschluss bekam das Schaf dann aber seine verdiente Pause, etwas zu Essen und durfte Relaxen.
Doch damit war der Abend noch lange nicht gelaufen. Besonders der Holzwürfel mit den Holzstücken, die dort genau wieder hineinzupassen hatten, hatte es Hannes angetan, sodass er fieberhaft versuchte, das Rätsel zu lösen und den Würfel wieder zu vervollständigen. Alle Tricks wurden versucht, neben brutaler Gewalt auch das aufbauen des Würfels ohne das Außenstück, das Kombinieren der verschiedenen Farben, unterschiedliche Positionen. Doch dies half alles nichts, sodass das Schaf nach einigen Stunden tüfelns aufgab und sich selbst unter den Einzelteilen des Rätsels begrub. Es konnte nicht ganz glauben, dass es tatsächlich ein doch so einfaches Rätsel gab, das es nicht einfach so lösen konnte. Und egal wie viel Zeit und Energie Hannes investierte, er kam doch nicht weiter voran.
Hochmotiviert ging es in den Samstag, denn ein voller Tag Köln stand auf dem Programm. Vollkommen fasziniert von den vielen, teilweise beängstigenden Menschen, Tieren, bunten Kleidern und winzigkleinen Digitalkameras wurde Hannes auf meinen Armen durch die Kölner Einkaufsmeilen bugsiert. Er wollte alles auf einmal sehen, alles auf einmal anstubsen und alles auf einmal kennenlernen. Und so kam es, dass er tatsächlich mitten in Köln auf dem Rücken eines Ponys landete (das für ihn riesig gewesen sein muss) und stolz auf die Menschen um ihn herum blicken konnte.
Weiter durch Köln ging es dann, wie konnte es auch anders sein, zum Kölner Dom. Denn wer schon mal in Köln ist, sollte diesen auch wirklich gesehen haben. Denn man glaubt es kaum, auch für einen ausgewachsenen Menschen kann der Kölner Dom schon richtig riesig wirken, wenn man direkt vor ihm steht. Und so war es für Hannes wie ein Dom, der direkt in den Himmel reichte, als er vor dem dunklen Kölner Dom dieses riesige Gebäude bestaunen konnte. Ein Foto von diesem kleinen Hannes und dem riesigen Dom im Hintergrund war natürlich ein Muss, doch auch ein Sprung gegen Himmel half Hannes nicht, wirklich größer zu wirken.
Auf dem Platz vor dem Kölner Dom befindet sich zumeist die Kölner Klagemauer. Diese, sich mit Krieg, Frieden beschäftigend und als Dauerdemonstration installiert, war für das Schaf absolut faszinierend, weshalb ein kurzer Abstecher zwischen die Reihen der Plakate nicht ausblieb. Die Leute guckten zwar etwas komisch, denn anscheinend war ein ‚Schaf für den Frieden‘ noch nicht gar so bekannt doch dies störte Hannes keineswegs, der sich mutig ins Getümmel warf, oder eher gesagt, sprang.
Übrigens gibt es in Köln Allerlei zu sehen, wenn man nicht so fußfaul ist, wie viele der Touristen, sondern kürzere Strecken in der Innenstadt auch einmal zu Huf zurücklegt. So konnte Hannes ein Ohr auf Füßen („Arsch mit Ohren“?) entdecken. Die Hände halten zwar etwas Unsichtbares und auch sonst wusste das Schaf recht wenig mit dieser seltsamen Skulptur anzufangen, doch eine kurze Inspektion samt Foto durfte nicht ausbleiben. Immerhin ist der Hintern der Skulptur doch richtig schaf.
Einen sehr sehr langen Tag in Köln hinter sich, ging es dann wieder zu unserer Unterkunft für das Wochenende. Auch wenn Hannes es nicht zugeben wollte, so war er doch recht geschafft von dem langen Tag. Und ich muss zugeben, mein Rücken meldete sich auch so langsam (so ganz unter uns, Hannes ist nicht gerade einer der Leichtesten). Es hieß also ersteinmal wieder ausspannen, Gekauftes in die Ecke pfeffern und vor dem Laptop platzieren, um Kommentare auf meinem Blog nachzulesen. Denn es könnte sich ja schon der nächste Hannes-Gastwirt gemeldet haben. Nur mit dem Linux auf dem Rechner kam Hannes nicht gar so gut klar. Doch vielleicht lag es doch nur an der zu kleinen Tastatur. Wer weiß, wer weiß.
Sonntagmorgen/mittag (Schafe schlafen wirklich lange) hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen und ab zurück in die Eifel. Eine Zugfahrt bevorstehend, zeigte sich bei Hannes, dass er uns Menschen gegenüber einen riesigen Vorteil hat: Er hat ein dickes Fell. Bei eisigen Temperaturen auf dem Kölner Bahnhof stehend, während alle Menschen in ihren Wintermänteln eingewickelt bis zur Nasenspitze zitternd dastanden, blickte Hannes ruhigen Blickes umher und konnte nur verwundert määh’en, wieso die Menschen sich aus dem bisschen Wind denn so viel machten.
Einige Stunden später, einige Kilometer weiter südwestlich, und bei einigen Graden mehr, hieß es dann so langsam, Abschied zu nehmen. Vor dem endgültigen Sprung in sein Päckchen standen jedoch noch einige Dinge zu Erledigen an. So natürlich der obligatorische Blick auf den Blog, was sich denn in Abwesenheit so alles getan hat, wer so alles geschrieben und kommentiert hat und wie die neue Adresse für Hannes lautet. Österreich.. ja, ein gutes Stückchen weg, doch geht es, genauergesagt nach Graz. Richtig aufgeregt bekam sich Hannes kaum noch ein.
Doch irgendwann hat auch das schönste Wochenende ein Ende. Mein treues Hausschaf gab Hannes ein wenig Proviant für die Reise mit (einige Tafeln Schokolade), von dem er hoffentlich zumindest ein wenig noch übrig lässt, damit Obi ein kleines Give-Away bekommt. Irgendwo zwischen diese Tafeln Schokolade hat sich auch ein richtiges Geschenk für Obi versteckt, doch möchte ich nicht alles vorwegnehmen. Es war nun also an Hannes, Abschied zu nehmen, mir noch ein letztes mal mit seinem typischen Schafsblick in die Augen zu sehen und dann mit einem eleganten Sprung zurück in sein Reisegefährt, das kleine Päckchen zu springen, und es sich dort drin bequem zu machen.
Irgendwie vermisse ich Hannes jetzt schon. Er war wirklich ein interessanter Begleiter, besonders in der Kölner Innenstadt, und ich hoffe, dass er gut und wohlbehalten über die Grenze nach Österreich kommt und dann bei Obi viel Neues, Tolles und Spaßiges erleben darf.

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4 Antworten to “Review zum Projekt Hannes”

  1. VoodooSchaaf-Blog » Blog Archive » Projekt Hannes, Station 3 Says:

    […] es ihm bei Tanine erging koennt ihr hier nachlesen. @Tanine: Schoen das du Hannes so viel zeigen konntest, das mit dem Pony hat ihm […]

  2. Klaudia Says:

    Oh, bei Dir hat er es ja nett gehabt! Ich bin schon ganz gespannt, ob es ihm hier dann auch so gut gefallen wird! ;)

    Liebe Grüße!

  3. Don Says:

    da wohne ich !

  4. Mheatus Says:

    Super, ein Tanine-Foto =) Auch wenns sehr dunkel ist..^^

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